Ja, 'Gedöns' schreibt man korrekterweise ohne h. ;-)
(Any reference to actual persons, living or dead, and their blogs, is purely coincidental, of course.)
Mittlerweile sind wir beim 27./28.3., weil ich am Wochenende davor Besuch hatte (und nicht drauf geachtet, ob's nicht sogar trotzdem gepasst hätte mit dem Plastikfasten, weil wir ohnehin vorhandene Vorräte gegessen haben) und mir unter der Woche mal der Kollege das Plastikfasten vereitelt hat, indem er mir unbedingt einen Kaffee aus dem Automaten mit den Zwangs-Plastikbechern ausgeben mußte. Im Gegensatz zum McD neulich, wo ich unschuldiges Opfer des Konzerns und seiner Drive-wird-anders-gehandhabt-als-Laden-Politik war, wäre das nun theoretisch vermeidbar gewesen, also wird dieser Tag halt auch ausgesetzt. Siehe Regel #1; außerdem war das der Mensch, der neulich dankenswerterweise gefahren ist, also darf der das auch mal.
Auf der Gemüsefront nichts Neues, es gab neulich mediterrane Pfanne mit Auberginen, Zucchini und Tomaten, die sind alle meistens problemlos plastikfrei zu kriegen.
Regel #2 greift bei einem Produkt, auf das ich in der Küche nicht verzichten will, und das ist Skyr. Den brauche ich für alles mögliche, als Allroundmilchprodukt. Joghurt ist mir meistens zu sauer für Dips, Aufstriche oä, und Creme Fraiche, Saure Sahne und Quark schmecken alle nicht richtig für alles, was ich damit machen können will. Seitdem es Skyr hierzulande vernünftig gibt, hat der den Schmand in meinem Kühlschrank für die meisten Anwendungsgebiete verdrängt.
Interessanterweise verkaufen mindestens 2 meiner üblichen Discounter ihren Skyr (und nur den!) in Bechern, die zwar Plastik sind, aber sehr dünnes Plastik, mit einer Pappverstärkung. Sinnvoll, denn in irgendwas Dichtes muß man den Skyr ja tun, aber an diesen Bechern ist deutlich weniger Plastik dran als an den äquivalenten Joghurtbechern. Die Skyrbecher sind unter ihrer Pappmanschette ziemlich instabil. Aber beides zusammen funktioniert wunderbar, und die Pappmanschette hat sogar eine Abreißlinie, damit man frustfrei die Manschette ins Altpapier werfen kann und den Becher in den gelben Sack. Warum man das nicht genauso auch beim normalen Joghurt macht, erschließt sich mir nicht.
Normales Joghurt kann man aber theoretisch auch in Pfandgläsern kaufen. Das weiß ich seit langem, und genauso lange habe ich das bewußt ignoriert. Weil a) mir die Gläser tendenziell zu groß sind, b) man die Gläser im Gegensatz zu normalen Pfandflaschen ausgespült (!) zurückgeben muss, und das ist auch Aufwand, c) ich das immer nur mit dem Fruchtjoghurt von Landliebe verbinde, den ich nicht sonderlich zu mögen glaube. Ob das wirklich so ist, daß mir der nicht schmeckt, oder ob es da nur mal eine so nervige Werbung dazu gab, so daß der Name auf Dauer negativ belegt ist ("Carglass! Seitenbacher!"), sei mal dahingestellt. Natürlich ist das Ganze d) auch teurer, aber a) - c) waren die Haupthinderungsgründe.
Vielleicht sollte ich aber im Rahmen des Plastikfastens auch mal dem Joghurtpfandglas eine Chance geben. Da ich so oder so kein großer Joghurtesser bin, fällt die Frage, ob das dann wirklich umweltfreundlicher ist, nicht so ins Gewicht, und zunächst ist mal richtig, daß es weniger Plastikmüll macht. So there.
Im Rahmen bisheriger Einkaufsexpeditionen hatte ich festgestellt, daß es sehr wohl mittlerweile auch Naturjoghurt in Pfandgläsern gibt (für den ich oft mehr Verwendung habe als für den Fruchtkram), und auch noch ein, zwei andere Firmen außer Landliebe. Damit wäre Problem c) erst mal gelöst, bleiben a) und b). Ausspülen ist eigentlich kein Problem, denn es ist klar, daß man die Dinger nur mal ausschwenken muss und nicht spülen spülen, denn wirklich spülen wäre totaler Quatsch, weil die Hersteller sie ohnehin RICHTIG spülen. Müssen. Außerdem könnte man sie eh nicht gescheit spülen, weil man ja Rücksicht drauf nehmen muss, daß das Etikett intakt bleibt, sonst ist nix mit Pfand. Die Frage, wie eigentlich die Rückgabe funktioniert (wenn ich dafür etwa klingeln und mit Leuten reden muss, kommt das nicht in Frage!), wird mir im Edeka beantwortet, daß die Dinger ganz normal im Automaten landen, wie Flaschen auch. Na, dann ist b) auch machbar. Mpf.
Bleibt a). Eigentlich ist mir das Glas zu groß, und das bleibt auch so, kann ich es drehen wie ich will. Also kann das nur funktionieren, wenn ich wirklich innerhalb von ein paar Tagen das ganze Glas aufesse. Das klappt aber vermutlich eher im Büro als daheim. Also mal ein Glas lecker klingendes Joghurt beim Bioladen gekauft, und ins Büro in den Kühlschrank gestellt.
Aber wie das so ist: wenn man alle Probleme löst, materalisiert ein ganz neues Set an Problemen. ;-)
Direkt aus dem Glas zu essen, ist keine kluge Idee - zwar wird es davon nicht sofort schlecht, aber die Chancen, DASS es schlecht wird, sind x-mal höher. Also brauche ich eine Schale zum draus essen. Und einen Löffel.
Spülmaschine wäre da, aber ich will weder eine eigene Schale in die Spülmaschine werfen (das Zeug da drin neigt dazu, dann vom längsten Lulatsch aller Kollegen ausgeräumt zu werden und auf der obersten Schrankebene zu landen, wo ich nicht drankomme... ich habe nur Tassen da drin, und zwar mehrere, so dass die Chance hoch ist, mindestens EINE unten zu finden) noch eine Schale ständig zusätzlich rumfliegen haben müssen. Und die spontan immer mal wieder im Schrank materialisierenden Kantinenschalen gehören nun mal eigentlich in die Kantine, außerdem wären die viel zu laut. Geklapper im Büro will ich nicht haben.
Löffel sind auch Mangelware, denn Zeug in der Spülmaschine gilt als Allgemeingut. Die sind einfach ständig 'weg'. Meistens sind zwei oder drei da, aber eben nur meistens. Ja, ich könnte ins gut sortierte Nachbarbüro dackeln, die haben alles, aber Aufwand und so.
Lösung ist der sonst als Teebeutelzwischenlager verwendete Deckel (als 'Tasse' gedacht, normale Tasse verwende ich aber lieber) der ohnehin rumstehenden Thermoskanne. Da der eh nie auf die Flasche kommt, weil der Tee ja Trinktemperatur haben soll, liegt der sowieso auf dem Tisch rum, und die Teebeutel können auch die Teetasse als Zwischenlager verwenden, grad bis zum Mülleimer. Als Schale hat er die richtige Größe, und den schnell von Hand zu spülen, lässt sich mit dem Teekochen parallelisieren. (Er ginge ja in die Spülmaschine, aber s.o.). Leise genug ist er auch, das ist Plastik innen.
Löffel hatte ich von daheim mitgebracht, aber ein weiteres Manko gefunden: ein Metalllöffel klappert unglaublich laut im Glas rum, wenn man das Joghurt umfüllt. Aber da fiel mir ein, daß wir ja einen Familiensatz Plastik-Sporks haben, die so ziemlich alles mitmachen, ohne kaputtzugehen, und schon ist Ruhe im Glas. :-)
Das erste Glas Joghurt hat auch problemlos geklappt. :-) Und war tatsächlich lecker. :-)
Nur zurückgeben muss ich es noch, im Moment sitzt es noch bei den anderen leeren Flaschen herum, die auch abgegeben werden müssen.
Dienstag, 4. April 2017
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