Längere Aufenthalte in Frankfurt wirken sich ungünstig aufs Blog aus. Mit dem dortigen Modem weigere ich mich zu bloggen, und so laufen dann immer einige Dinge auf, die ich bloggen wollte, und ich kann mich nicht entscheiden, mit was ich nun anfange. Dann geht mal die Fotogalerie im Forum nicht, weil der Server wohl Fußball gucken gegangen ist, und so kommt eins zum anderen.
Eigentlich wollte ich auch noch positive Dinge über Österreich bloggen, aber ... nun ja, gestern waren wir auf der Rückreise von Freiburg, und da haben die anderen Dinge wieder mal gewonnen. Aber von vorn. Wir fuhren gegen 16 h los; da es keine Autobahnverbindung quer rüber so weit im Süden gibt, darf man mehrfach über Landstraßen gondeln und durch kleine Orte durch, die etwas gegen Autos in ihrem Ort haben (Leute - wenn's eine gescheite Alternative gäbe, würde ich auch nicht DURCH euren Ort fahren wollen! Ich fahr auch lieber außenrum, wenn's denn ginge.), und somit waren wir zum 1:0 in der 20. Minute bei einem McDonalds irgendwo in der bayrischen Pampa, wo selbst auf den Toiletten Bildschirme installiert waren, auf denen das Spiel lief. W. T. F.!
An der Grenze waren wir dann... hm, leider habe ich die SMS meines Handys grad gelöscht, das mir immer Bescheid sagt, wenn es feststellt, daß es wieder in Österreich ist, aber es müßte irgendwas zwischen 21 und 22 h gewesen sein. An der Grenze war nichts los - zwar hatten sie wohl Extraposten für die EM aufgestellt, aber die waren offenbar schlafen gegangen.
Mysteriöserweise ist auf österreichischen Autobahnen nachts auch deutlich weniger los - mir fällt das schon immer nach dem Grenzübergang bei Passau auf, wo ich nun auch meistens nachts unterwegs bin: man fährt über die Grenze, und die Autobahn ist leer. An der Maut/Vignette kann's eigentlich nicht wirklich liegen, denn die LKW zahlen ja auch in Deutschland Maut für die Autobahnen, und trotzdem sind nachts die Autobahnen voll von LKWs. Seltsam. Aber für die Pkw gilt dasselbe, nachts sind in Österreich irgendwie kaum welche unterwegs. Ein einziges Mal ist mir irgendwo bei Passau ein Pkw aufgefallen, der fuhr wie ein Bekloppter, und das war bei Erspähen des Nummernschilds ein Offenbacher. (Tja, wo wohl die ganzen Vorurteile herkommen...)
Kosh und ich unterhielten uns jedenfalls über irgendwelchen Kleinkram, was man halt so redet, wenn man 8 Stunden unterwegs ist, und kamen zum Thema, daß die Österreicher eigentlich auch mal während der EM die Ladenöffnungszeiten etwas ausdehnen könnten. So war's in Deutschland bei der WM ja auch, daß während der Zeit die Supermärkte länger offen hatten, meist bis 22 h statt 20 h. Damit auch die Leute aus Ländern, in denen 24h geöffnete Supermärkte normal sind, vielleicht nach dem Spiel noch was zu Essen kaufen können. Ich fall ja in Graz auch immer noch drauf rein, daß alles früher zumacht. (Werbung: "Jetzt neu: Samstags bis 17 h geöffnet!" Äh, ja.) Kosh meinte, daß das ja nur für die Städte gelten könnte, in denen auch gespielt wird. Nun, warum hatten sie dann auch in Darmstadt länger offen, als WM war?
Nun, egal. Ich möchte an dieser Stelle lobend erwähnen, daß die Verkehrsmeldungen bei internationalen Spielen zumindest bei einigen Sendern sowohl auf österreichisch als auch in der Sprache der beteiligten Nationen durchgegeben werden - das ist mal sinnvoll. Selbst in einer sogenannten Weltstadt wie Frankfurt hat's übrigens bis zur WM gedauert, bis die Ansagen in den Straßenbahnen mal deutsch/englisch wurden. Klar ist es eigentlich nicht nötig, diese Ansagen in etwas anderem als der Landessprache zu machen, aber es hilft ungemein und stört meines Erachtens doch niemanden, wenn da außer "Bahnhof" auch mal "Train Station" gesagt wird. Zumindest verstehen die meisten Touristen und Geschäftsreisende, von denen Frankfurt ja eine Menge hat, dann weniger Bahnhof.
Aber zurück nach Österreich. Da waren wir inzwischen wieder auf der Landstraße (auch Österreich hat keine sinnvolle Querverbindung Salzburg-Graz, aber da sind halt nun mal Berge im Weg), fuhren durch einen Ort an zwei dicken Tankstellen vorbei - und die hatten schon zu. Nun ja, die Tanke in Darmstadt-Arheilgen macht auch um 22 h zu, die ist halt aufm Dorf, die darf das. Trotzdem mußten wir irgendwann noch tanken... aber das kann man ja auf der Autobahn, wo wir bald wieder hinkamen.
Wir fuhren weiter und glaubten, die Lösung gefunden zu haben, warum in Österreich nachts keiner auf der Autobahn ist - wo sollten sie auch hin, es hat schließlich alles zu.
Also fuhren wir zum Tanken an die Autobahnraststätte, und Kosh meinte nur "na, woll'n wir hoffen, daß die nicht auch zu haben."
Haha, sagte ich, die auf der Autobahn doch nicht, haha.
Sie. Hatten. Zu. !
Geöffnet bis 24 h (es war so etwa 0:45 h). Eine Autobahntankstelle!!!
Ja, und jetzt? Ist denn DAS der Grund, daß man in Österreich nachts nicht länger unterwegs sein sollte? Ich meine, was soll DAS denn? Ich muß bei meinem Auto alle 500 km mal tanken, und davon liegt üblicherweise mindestens ein Tankstop in Österreich. Hallo?!
Immerhin hatten wir Glück, Kosh meinte, er würde es mit der Tankfüllung auch knapp bis nach Hause schaffen. Eine andere Wahl hatten wir jetzt eh nicht mehr - wenn die Tankstellen an der Autobahn nicht auf haben, dann die in Graz bestimmt auch nicht. Ich weiß, daß es einige gibt, die wohl 24 h offen haben, aber es ist wohl eher die Ausnahme.
Auf der Abfahrt Graz-Nord waren übrigens auch die Lampen aus. Klar, nachts, wenn's dunkel ist, machen die die Lichter aus. Jedenfalls kamen wir auf der Notreserve bis in unsere Tiefgarage... und ich sollte wohl froh sein, daß sie nachts nicht auch die Autobahnen ganz abschalten.
Mei, sorry, Österreich, aber Autobahn(!!)tankstellen, die nicht wenigstens eine Möglichkeit offen lassen (Automat? Sowas gibts!), nachts an Benzin zu kommen, und das auch noch während einer EM, das finde ich seeeeehr seltsam.
Montag, 9. Juni 2008
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1 Kommentar:
Jaaa, dass Autobahntankstellen nachts nicht geöffnet haben, das mussten wir auf der Fahrt nach Bonn auch entsetzt feststellen - was haben wir gezittert, ob wir nicht plötzlich im Bossruck stehenbleiben! Mit Müh' und Not haben wir es aber noch bis St. Pankraz geschafft, da haben sie glücklicherweise rund um die Uhr geöffnet ...
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